Digital Twins

IST-Hochschule veröffentlicht Forschungsergebnisse zu Industrie 5.0

In Zusammenarbeit mit der portugiesischen Universität Coimbra präsentiert die IST-Hochschule für Management die Forschungsergebnisse zur Rolle von digitalen Zwillingen in der Industrie 5.0. Das wissenschaftliche Paper mit dem Titel „How will the digital twin shape the future of industry 5.0?“ beleuchtet die entscheidende Rolle von Digitalen Zwillingen (Digital Twins, DTs) in der Industrie 5.0.

Person in der Entwicklung eines Geräts
Studienergebnisse der IST-Hochschule zeigen die Vorteile von Digital Twins (DTs) auf. (Bild: Adobe / IST-Hochschule für Management)

Digital Twins ermöglichen eine Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, um eine nachhaltigere und resilientere Fertigung zu gewährleisten. Durch die Nutzung von Echtzeitdaten digitaler Nachbildungen physischer Systeme könnten Arbeitsprozesse optimiert, Entscheidungen verbessert und virtuelle Trainingsmöglichkeiten geschaffen werden. „Ein digitaler Zwilling ist eine digitale 1:1-Kopie eines physischen Objekts oder Systems, wie etwa einer Maschine oder sogar einer ganzen Stadt. Diese digitale Kopie wird mit Echtzeitdaten gefüttert und kann so zur Steuerung des Objekts oder Systems beitragen“, erklärt Prof. Dr. Ina Kayser. „Stellt man sich eine Produktionsmaschine vor, dann ist diese das physische Objekt. Die digitale Kopie, gefüttert mit Daten von Sensoren an der Maschine, kann vorhersagen, wann Teile gewartet oder ausgetauscht werden müssen, bevor ein tatsächlicher Ausfall auftritt. Dies nennt man ‚predictive maintenance‘ und ist ein Beispiel, warum DTs nützlich sind.“

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Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Optimierung einzelner Maschinen bis hin zur Verwaltung ganzer Städte, etwa im Verkehr, der Energieversorgung, dem Wasser- und Abwassermanagement sowie der öffentlichen Sicherheit.

Die Erkenntnisse der Studie beinhalten:

  • Nachhaltigkeit und Effizienz: DTs tragen zur Nachhaltigkeit bei, indem sie den Ressourcenverbrauch reduzieren und den gesamten Lebenszyklus von Produkten überwachen.
  • Sicherheit und Arbeitsorganisation: Der Einsatz von DTs kann Arbeitsplätze sicherer gestalten und Arbeitsabläufe effizienter organisieren.
  • Interoperabilität und Zusammenarbeit: Die zukünftige Forschung an DTs zielt darauf ab, die Interoperabilität zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen digitalen Systemen zu fördern.
Prof. Dr. Ina Kayser
Prof. Dr. Ina Kayser, Expertin für Künstliche Intelligenz und Leiterin des berufsbegleitenden Master-Studiengangs “Business Transformation Management” an der IST-Hochschule. (Bild: IST-Hochschule für Management)

„Die Integration von Digital Twins in Industrie 5.0 stellt eine bedeutende Verschiebung hin zu einer menschzentrierten, verantwortungsvollen und nachhaltigen Industrie dar“, betont Prof. Dr. Kayser. Diese Studie unterstreicht erneut die exzellente Forschung und Lehre an der IST-Hochschule, die darauf abzielt, die nächste Generation von Führungskräften und Innovator:innen im Bereich der digitalen Transformation zu unterstützen. „Neueste Forschungsergebnisse integrieren wir direkt in den Lehrplan, sodass unsere Studierenden im Master-Studiengang Business Transformation Management topaktuell auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorbereitet werden und lernen, wie künstliche Intelligenz und Robotik die tägliche Arbeit unterstützen und ergänzen können.“

Seit 2018 tragen Prof. Dr. Ina Kayser, Leiterin des Master-Studiengangs „Business Transformation Management“ an der IST-Hochschule, und João Barata von der Universität Coimbra zur Forschung der fünften industriellen Revolution bei.

>> Zur Studie

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